Der richtige Einstieg ab 3 Jahre


„Reitmäuse“ und „Shettyclub“ und „Youngster“ 

ein Galoppsprung attraktiver…..

„Reitmäuse“ sind Kids ab 3 Jahre. Der Aufbau der geführten Reiteinheit von 30 Minuten ist speziell auf ihre Bedürfnisse zugeschnitten. Wir legen Wert auf spielerisches Lernen und die damit verbundene Verbesserung der Grob- und Feinmotorik und Balance. Die richtige Pflege, der Umgang, die Grundkenntnisse des Reitens gehören genauso zu unserem Reitprogramm, wie lustige Spiele und spannende Ausritte.

Kosten auf Anfrage!

„Shettyclub“ ist für Kinder ab 5 Jahren, baut auf die „Reitmäuse“ auf und ist eine ideale Vorbereitung auf die Reitschule. Natürlich kann man auch als Seiteneinsteiger beginnen. Eine Einheit dauert 60 Minuten. Sicherheit in der Stallgasse und Umgang mit dem Pony werden genauso vermittelt wie Grundkenntnisse des Reitens.
Kosten auf Anfrage!
Für die „Youngster“ wird Reitunterricht für Shettyclub Umsteiger mit spezieller Förderung (z.B. Verbesserung des Sitzes, Vorbereitung zum Reiten von größeren Ponys, Sitzübungen, Galopp-arbeit, Reiten ohne Bügel angeboten. Geeignet für Kinder ab 6 Jahre, die in die Reitschule wechseln wollen. Auch sinnvoll für Reiter mit Angst vor dem Galopp und ältere Anfänger sind hier richtig. Das Training wird vielseitig und abwechslungsreich, speziell für Anfänger angeboten. Voraussetzung: Selbständiges Reiten v. Bahnfiguren im Schritt und Trab/Leichttraben, putzen, satteln, auftrensen. Eine Einheit dauert 60 Minuten.

Kosten auf Anfrage!

Es gibt keine Kurse über einen festen Zeitraum. Jedes Kind kann so lange teilnehmen, wie es möchte bzw. bis es weiter geht in die Reitschule.

Unterschiedliche Förderschwerpunkte sollen unterstützt werden:

  • Sozialverhalten
  • Selbstsicherheit
  • Geschicklichkeit
  • Angstbewältigung
  • Kontaktaufbau
  • Freude und Vitalität
  • Gleichgewichtsförderung
  • Umgang mit Überaktivität
  • Aufmerksamkeit
  • Körperspannung
  • Muskelaufbau

„Was gefordert wird, wird auch gefördert!“ Da die Wirbelsäule auf dem Pferd in idealer Weise beansprucht wird, entstehen positive Auswirkungen auf Rumpfmuskulatur und Bandscheiben. Das Vorurteil, Reiten sei kein Sport, sondern nur eine sitzende Betätigung ist durch umfangreiche sportmedizinische Untersuchungen, vor allem von Frau Dr. Heipertz-Hengst (Institut für angewandte Sportwissenschaften, Kelkheim), widerlegt.

Fit durchs Pferd

In der heutigen Zeit wird Sport in der Regel mehr „ vom Sofa aus“ konsumiert, statt selbst erlebt. Als „Jäger und Sammler“ war der Mensch rund 30 Kilometer am Tag zu Fuß unterwegs, ein Beamter im mittleren Dienst bringt es heute noch auf 800 Meter…….Bewegungsdefizite können später kaum aufgeholt werden. Untersuchungen des Bundesministeriums für Familie und Bildung sprechen von 50% – 80% Bewegungsbeeinträchtigungen bei Kindern. Etwa 65 % der Schul-eintrittskinder weisen Haltungsschwächen und –schäden, 40 % Koordi- nationsstörungen (vor allem Gleichgewichtsprobleme), 30 % Herz- und Kreislauferkrankungen und über 30 % Fettleibigkeit auf! Reiten ist nicht nur ein motorisch vielfältiger und generationsübergreifender Sport, sondern fördert durch den Umgang mit dem Pferd und dem Agieren in der Gruppe auch soziale Fähigkeiten.
Wer Erfahrungen (= mittelhochdeutsch von „ervarn“ = reisend erkunden, kennen lernen) sammeln will, muss auch etwas wagen, etwas aufs Spiel setzen und Mut (aber keinen Übermut) beweisen, z.B. das ein- oder freihändige Reiten an der Longe, sagt Prof. Dr. Harald Lange (u.a. Leiter des Sportinstituts und des Arbeitsbereichs „Bildung & Bewegung“ an der Uni Würzburg).
Genau dieses Erfahrungslernen wird heute zu wenig gefördert. Man darf die Kinder nicht in Watte packen. Sie müssen ihre eigenen Erfahrungen machen, um daraus zu lernen und sie zu verhindern. Sie sollen Sinnessicher werden – ohne Misserfolg ist kein Erfolg möglich – um Gefahrenpotentiale einschätzen zu können! In keiner anderen Sportart entsteht zwischen dem sich bewegenden Kind und dem Pferd ein Dialog zwischen passiven und aktiven Momenten, zwischen spüren und bewirken. „Was machen wir mit dem Pferd – was macht das Pferd (deshalb) mit uns?“ ist eine zentrale Frage. Kinder sollten sich möglichst eigenständig mit Schwierigkeiten und Widerständen auseinandersetzen dürfen.

Zielsetzungen, pädagogische Begründung

Steigerung des Selbstbewusstseins

Die neuen Erfahrungen mit und auf dem Pferd können gerade für sportlich weniger erfolgreiche Schüler zu einer Steigerung des Selbstbewusstseins führen. Auf dem Pferd geht es nicht vorrangig um das Sich messen mit anderen Schülern, sondern z.B. das Halten der Balance und der Erweb von Inhalten des Leistungssports wird als Leistung empfunden, die sie sich sonst nicht zutrauen würden. Empfinden von Wärme, Gleichgewicht, Rhythmus und Schwung führen zum sich wohlfühlen und zur emotionalen Sicherheit des Schülers.

 

Reiten schult die Konzentration und das Gedächtnis

Es werden hilfreiche Übungen mit/auf dem Pferd zur Förderung der Zusammenarbeit der rechten und linken Gehirnhälfte und des Gleichgewichtes erarbeitet, damit sich die Kinder besser konzentrieren lernen und somit ihre schulischen Leistungen verbessern können. Im Pferdesport werden viele Diagonalbewegungen angewandt. Man nimmt sie sich zur Hilfe, um beide Gehirnhälften zu aktivieren, damit diese besser zusammenarbeiten. Durch den Umgang mit dem Pferd/Pony sollen die Kinder auch ein Selbstbewusstsein erlernen und es stärken. Sie lernen ihre eigene Körpersprache und Feinmotorik zu verstehen und besser zu entwickeln.

Die Beziehung des Reitschülers zum Pferd

In der Alltagswelt finden Reitschüler heute kaum noch das ehemalige Nutztier Pferd. Wenn Kinder und Jugendliche Pferde in ihrem natürlichen Umfeld sehen, sind sie von ihnen fasziniert. Der Sport mit dem Pferd kann jungen Menschen eine ihnen nicht mehr bekannte Erlebniswelt erschließen helfen.

Pferdegerechter Umgang

Reitschüler erwerben grundlegende Kenntnisse der Pferdehaltung, des Artverhaltens und erfahren neue Bewegungsmöglichkeiten auf dem Pferd. Die richtigen Bewegungen auf dem Pferderücken sollen als Sprache verstanden werden, die einen Dialog mit dem Pferd führen. Es geht um das bewusste Agieren des Schülers und um das entsprechende Reagieren des Pferdes. Der Schüler soll lernen, sich in das Pferd hineinzudenken und –zufühlen.

Neue Bewegungsmöglichkeiten entdecken

Die Bewegungen auf dem Pferderücken sind einzigartig im Bewegungsleben des Menschen und beeinflussen ihn umfassend. Damit wird das Gleichgewicht geschult, Rhythmusfähigkeit entwickelt und das Zusammenspiel aller Muskeln des Reitschülers in hohem Maße gefördert.

Umfassende Gesundheitsförderung

Der Umgang mit und das Bewegen auf dem Pferd fördert die gesundheitliche Entwicklung des Kindes. Die Erlebnisse mit dem Pferd und die vielfältigen Bewegungsanforderungen leisten einen Beitrag für das körperliche und gefühlsmäßige Wohlbefinden des Schülers. Grundschul- und Kindergarten- kinder werden durch den spielerischen Umgang mit Ponys in ihrer geistigen, seelischen und körperlichen Entwicklung unterstützt. In der Sekundarstufe I und II wird u.a. Haltungsproblemen durch die vielfältigen Bewegungsübertragungen des Pferderückens auf das Becken vorgebeugt oder entgegengewirkt.

Entwicklung der Sinne

Die Beschäftigung mit dem Pferd und das Bewegen auf ihm fordern den Schüler. Der Umgang mit dem Lebewesen entwickelt die Sinne des Schülers (Geruchs-/Gehör-/Tast-/Bewegungs und Gleichgewichtssinn). Diese vielfältigen Anforderungen können andere Schulsportarten nicht bieten.

Der Reitschüler lernt soziales Verhalten

Über die Pflege lernen die Schüler das Artverhalten kennen und übernehmen Verantwortung für sein Wohlergehen. Durch den Umgang miteinander wird der Schüler empfindsam für das Wesen und Verhalten des Pferdes, das es ihm mit gewünschten Reaktionen dankt.

Das Pferd fordert/fördert Selbstorganisation

Der Umgang mit dem Pferd setzt genaue Planung voraus und erzieht zu Selbstorganisation. Die Vorbereitung des Pferdes auf die gemeinsamen Bewegungsaufgaben und das Eingehen aufeinander erfordert ein sinnvolles Handeln, das selbständig und kontrolliert vollzogen werden muss.

Reiten bewegt

Kaum eine andere Sportart erfordert vom Menschen so viel Körperbeherrschung von Kopf bis zu den Fußspitzen. Reiten schult vor allem die Feinmotorik und stabilisiert den Körper – ein hervorragender Augleich zum heute meist einseitig belastenden und immobilen Schulalltag. Auch deshalb gilt Reiten als ideale Therapie bei körperlichen Beschwerden  und wird sogar bei Rückenproblemen von Ärzten empfohlen. Reiten bringt den Menschen ins Gleichgewicht und das  nicht nur körperlich, sondern auch seelisch.

Reiten entspannt

Wer reitet, lässt sich auf ein großes, uns körperlich weit überlegenes Wesen ein, das uns lehrt, mit Kraft und  Energie ruhig umzugehen. Die weichen Bewegungen des Pferdes nehmen uns mit. Auf dem Pferderücken können wir die unruhige, pulsierende und aufputschende Umwelt ausblenden. Nirgendwo sonst als auf dem Pferd lassen sich Natur, Wildtiere, Wald und Flur so ursprünglich und nah erleben. Pferde lehren uns, im Umgang mit ihnen ruhig zu werden.

Reiter haben Verantwortung

Wer auf ein Pferd steigt, übernimmt die Verantwortung für das seelische und körperliche Wohlbefinden eines erstaunlichen Wesens, das uns nur scheinbar selbstverständlich trägt.
Reiten lehrt Demut

Wer sich auf den Reitsport einlässt, stellt schnell fest, dass sich nichts erzwingen lässt. Falsche Selbsteinschätzung und ungesunder Ehrgeiz führen zu Stillstand in der Entwicklung oder zu herben Rückschlägen. Das Pferd ist der Spiegel unserer Seele und unseres Verhaltens. Wer die Rückmeldungen des Tieres aufmerksam liest, erhält Zugang zu seiner eigenen Fähigkeit zu kommunizieren und dem eigenen Wesen. Es heißt: Pferde vergessen nichts, aber vergeben alles. Immer wieder aufs Neue geben uns die Tiere die Chance, an uns zu arbeiten und besser, klarer und ausgeglichener zu werden.

Reiten lehrt Vertrauen

Gegenseitiges Vertrauen zwischen Reiter und Pferd ist die Grundvoraussetzung zum reiten. Das Fluchttier Pferd schließt sich uns an und folgt gehorsam, wenn wir es als „Leittier“ vor den Gefahren schützen. Der Reiter vertraut dem Pferd, dass es ihn trittsicher auf dem gemeinsamen Weg trägt und folgsam seinen Aufforderungen nachkommt.

Reiten schafft Freunde

Der Umgang mit dem Pferd verbindet viele Menschen aller Altersgruppen. Reiten ist heute Breitensport und Menschen unterschiedlicher Herkunft verbringen ihre Freizeit mit den Vierbeinern. Dabei ist der Reitsport so facettenreich, dass er für Ruhe suchende Menschen ebenso Erfüllung ist wie für sportlich orientierte. Ob allein in der Natur, gemeinsam auf Wanderritten oder auf dem Turnier: Überall finden Pferdefreunde Gleichgesinnte, unter denen Freundschaften wachsen.